aktualisiert am: 15.08.2011

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Onkel Harri erzählt von Sylt

Also, das war so...

Bin gestern früh (Sonnabend, den 13. August 2011*) im Nebel gegen 6.00 Uhr losgefahren (in Falkenburg - das muss niemand kennen; bei Ganderkesee - das kennen auch nur die wenigsten ;-) *)

Es lief auch alles ganz gut und ich kam gut voran ... Bremervörde, Elbfähre Wischhafen <=> Glückstadt, Meldorf, Husum bis zum Autozug Niebüll. Das Wetter war aber leider total anders als die Meteorolügen es angesagt hatten, die ganze Zeit nur bewölkt und zwischendurch immer wieder Regen, hatte auch schon überlegt umzudrehen, aber wenn ich mir mal was in den Kopf gesetzt habe, zieh ich das auch durch, also weiter ...

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Der Syltshuttle funktioniert ganz gut, komfortabel und bequem legt man die letzten 40 km bis Westerland zurück.
Normalerweise in so einem Extrawaggon für Motorräder. Das zierliche Vorderrad hat bestimmt Angst gehabt vor dem riesen Keil ;-)

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Dann erstmal zum Sylter Ellenbogen. Da darf man dann für die Mautstrasse noch einmal 5 Euro abdrücken.

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Die Heide hat sehr schön geblüht und als Kontrast der weiße Sand der Dünen, wirklich schön. Geregnet hat es auf Sylt dann nicht mehr.

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So, nördlichster Punkt Deutschlands ist nach 368 km erreicht.
Dann noch hier ein Fischbrötchen für 3 Euro vertilgt :

Mund abgewischt und denn schnell wieder zum Autozug, den ich dann um 15.05 Uhr nahm. Aber irgendwie war was anders ...

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Das Mopped wurde auf dem Autodeck festgebunden und man mußte sich dann in den Sprinter setzen. Dazu kam dann noch ein R 80 G/S Fahrer, der auch ziemlich verwundert war. Denn normalerweise sitzt man in so einem Waggon, wie er im Hintergrund zu sehen ist.
...dannn erstma los...

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Der "Motorradfahrer-Betreuer" saß vorne mit im Sprinter. Nach ungefähr einer viertel Stunde Fahrt fiel dem "Betreuer" wohl auf, daß er die G/S nicht richtig angebunden hatte, funkte kurz den Lokführer Andreas an, ob er bitte mal eben vorsichtig anhalten könnte...jo, kein Problem, ganzen Zug angehalten und das Mopped neu festgetütert ;-)

Nach dem Autozug gings zügig wieder Richtung Süden und das Wetter wurde ab Husum auch ziemlich besser, daß erste mal Sonne abbekommen an dem Tag.

;-)


Bis ich dann kurz hinter St. Magarethen bei Brunsbüttel ein Kurvengeschlängel durchfuhr, hinter mir ein Quad, da wollte ich mal sehen, ob der auch so schnell um die Kurven kommt ;-), Tempo so 90-100 km/h, ging auch ganz gut, bis am Ende der Kurve eine kleine buckelige Brücke kam, nach einem kleinen Hoppser fing die Inno extrem an zu schlingern und ich hab sofort Gas weggenommen und leicht abgebremst, beim ausrollen fiel mir auf, daß der Lenker total schief war, obwohl ich geradeaus fuhr. Dachte erst, daß sich der Lenker verdreht hatte, so wie beim Fahrrad manchmal, wenn der Lenker nicht richtig festgeschraubt ist (die Inno ist ja fast ein Fahrrad). Also erstmal auf den Radweg und gucken. Vorne war alles fest und grade, hinten fand ich aber das:

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Die Mutter der Steckachse samt Kettenspanner war futsch ! Hab dann noch die Gegend bestimmt eine Stunde lang abgesucht nach der Schraube, war aber nicht zu finden. Anwohner an der Strasse haben auch noch mitgeholfen und mich mit Mineralwasser und Banane versorgt, haben im Freundeskreis rumtelefoniert, ob da jemand so eine Schraube hat, war leider nichts dabei. Die waren wirklich nett und sehr hilfsbereit. Das es sowas hier auch in Deutschland gibt, Klasse ! Kennt man ja sonst eigentlcih nur von den Auslandsreisen. Nur von den ca. 30 vorbeifahrenden Motorradfahrern hat keiner angehalten !! Echt traurig sowas.

Nachdem die Suche nach den Teilen erfolglos war und ich so nicht weiterfahren konnte, hab ich dann den ADAC angerufen. Hab auch gleich gesagt, daß nur eine Schraube fehlt, dann könnte ich weiterfahren. Nach einigen telefonaten mit insgesamt drei verschiedenen ADAC Helfern, konnten die keine geeignete Feingewindeschraube auftreiben und schlugen vor, mich mit samt der Maschine nach Hause zu transportieren.

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Der Fahrer des Abschleppwagens mußte noch abklären, ob er über die Fähre fahren darf, oder ob er über die Autobahn HH fahren muß. Geht da wohl auch um die Kosten. Wir sind dann über die Elbfähre gefahren. Der LKW kostet übrigens 21 Euro und ich hab die Fährüberfahrt von 5,50 Euro gespart :-)

Zuhause war ich dann gegen 23.30 Uhr. Ein riesen Aufwand wegen einer fehlenden Mutter, andererseits bezahl ich schon 30 Jahre ADAC Beiträge und hab noch nie Hilfe angefordert.

Apropos Honda geht nie kaputt ... das mit der verlorenen Hinterradmutter ist kein typischer Schaden, das kann an allen Motorrädern passieren.

Warum allerdings die STOPMUTTER (!) abgefallen ist, bleibt mir ein Rätsel. Beim letzten Radeinbau nach dem Reifenwechsel hab ich die Mutter ziemlich angeknallt, das weiss ich noch. Anschließend war die Inno allerdings beim Hondahändler zur Inspektion und ich kann mir vorstellen, daß die evtl. beim Kettenspannen die Mutter nicht richtig festgeschraubt hatten. Was mich bloß wundert, ist, daß ich unterwegs gar nichts beim Fahrverhalten bemerkt hatte, das hätte doch auch schon vorher rumeiern müssen ?

Naja, zum Glück ja alles gutgegangen, muß jetzt nur noch sehen, daß ich bis zum nächsten WE eine Mutter und den Kettenspanner bekomme, wollte dann ja mit der Inno in Urlaub....

Gruß Harri

* = Anmerkungen von LB, Webseiten-Admin ;-)